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#1 Bullet (25.01.2014, 14:06)
Eine der attraktivsten Mountainbikestrecken in der Stuttgarter Umgebung wurde dem Erdboden gleich gemacht. Die Esslinger Nordschleife (auch als EsNos bekannt) entstand über mehrere Monate und war eine der attrakivsten Mountainbikestrecken in der Stuttgarter Gegend. Sie wurde von vielen Freiwilligen gepflegt und war deswegen in einem Zustand, von dem sich viele kommerzielle Bikeparks eine Scheibe abschneiden können. Die Strecke wurde zwar zuerst ohne Absprache mit den Waldeigentümern errichtet, jedoch wurde von Seiten der Mountainbiker in den letzten Monaten alles dafür getan, um eine Legalisierung der Strecke zu ermöglichen. Diese haben sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen, einen Ansprechpartner benannt und den Kontakt zu den Waldeigentümern und zuständigen Behörden gesucht. Die Gründung einer Vereinsabteilung war geplant um den Waldeigentümern die Haftung bei Unfällen abzunehmen. Doch leider ging das nicht schnell genug. Am Samstag (25.01) gegen 12 Uhr wurde in Facebook ein Foto veröffentlicht, welches sich wie ein Lauffeur ausbreitete. Im sekundentakt wurden neue Nachrichten gepostet und absolut niemand freut sich über das, was er dort sah. Die Esslinger Nordschleife ist nurnoch mit Mühe zu erkennen. Quer in die Strecke gefällte Bäume und ein umgepflügter Boden machen deutlich, dass die Strecke hier absichtlich und zielgerichtet zerstört wurde. Noch ist nicht bekannt, wer genau diesen Abriss verursacht hat. Es gab in den letzten Tagen immer wieder Meldungen von einem Waldbesitzer, welcher angekündigt hat die Strecke abreißen zu wollen. Inwiefern dieser den Kontakt zum benannten Ansprechpartner aufgenommen hat ist bisher noch unklar. Eins ist jedoch deutlich, die Esslinger Nordschleife ist ein toller Beweis dafür, wieviel mit geringem finanziellen und dafür mit viel körperlichem Aufwand und dem Zusammenarbeiten von Freiwilligen erreicht werden kann. Es braucht nicht immer mehrere Tausend Euro oder groß angelegte und geplante Projekte um eine Mountainbikestrecke zu errichten. Die Anzahl der Abfahrenden macht deutlich, dass es im Stuttgarter Raum dringenden Bedarf an einer derartigen Strecke gibt. Die Esslinger Nordschleife wurde bewusst gebaut um allen Könnerstufen gerecht zu werden. So waren die meisten Sprünge auch rollbar und konnten auch mit geringer Geschwindigkeit sicher befahren werden. Das erhöhte nicht nur die Einsteigerfreundlichkeit sondern verringerte auch das Unfallrisiko ungemein. Auch wurden - erst vor kurzem - gefährliche Bauten, die nicht in Absprache mit dem Ansprechpartner entstanden, wieder abgerissen um den Waldbesitzern entgegen zu kommen. Doch, obwohl hier versucht wurde mit möglichst viel Verstand vor- und auch auf die Waldbesitzer einzugehen, ist die Strecke nun vorerst Geschichte. Das ist schade für die Mountainbiker der Region. Schade für diejenigen, die viel Arbeit und Herzblut in die Strecke gesteckt haben. Und schade für Esslingen. Der Region geht eine Attraktivität verloren an der sich viele Mountainbike unterschiedlichster Altersklassen und unterschiedlichster Herkunft gerne versammelt haben um gemeinsam Spaß zu haben. Die Esslinger Nordschleife hat es hier zustande gebracht, mit nur einer Strecke den Anforderungen der vielen verschiedenen Mountainbikedisziplinen - die es mittlerweile gibt - gerecht zu werden. Besser, als es jede aufwändig geplante und kostenintensiv gebaute Strecke hätte tun können. Es ist schade, dass niemand entdeckt hat mit wie wenig Aufwand hier viel geschaffen wurde. Es ist schade, dass das Engagement der vielen Einzelpersonen nun wortwörtlich begraben ist und es ist leider mal wieder ein bitterer Beweis dafür, dass viel verloren gehen kann wenn die Uhren der Bürokratie zu langsam ticken. Hoffentlich ist dieser traurige Samstag Grund genug für diejenigen, die sich in diesem Thema annehemen können, sich dem Thema auch endlich anzunehmen. Ansonsten ist durch diesen Samstag nur eins passiert. Esslingen am Neckar-Obertal und auch die gesamte Region verlor ein wenig an Attraktivität. P.S.: Text darf gerne geteilt, kopiert und veröffentlich werden.
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#2 Warpspinne (25.01.2014, 14:14)
" Die Strecke wurde zwar zuerst ohne Absprache mit den Waldeigentümern errichtet, jedoch wurde von Seiten der Mountainbiker in den letzten Monaten alles dafür getan, um eine Legalisierung der Strecke zu ermöglichen. " Tja, da liegt der Hase...erst "illegal" was aus dem Boden stampfen und dann ankommen. Da wäre ich als Waldbesitzer auch nicht glücklich. Lieber erst alle Formalitäten klären und dann bauen!
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#3 Hockdrik (25.01.2014, 15:15)
Es gab Gespräche!!! Ein Verein/-abteilung war in Gründung!
Warum muss man dann so reingrätschen?
Zw. "nicht so glücklich" sein und dieser sinnlosen Zerstörung liegen doch wohl Welten!
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#4 Bullet (25.01.2014, 15:24)
wir haben zu anfang mit dem waldbesitzer gesprochen und "sicherheit" verschafft, - wenn mans mit schwäbischen anwälten zutun hat...
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#5 stephan- (25.01.2014, 15:30)
Warpspinne: Redest du aus eigener Erfahrung? Hast du eine legale Strecke realisieren können, indem du vorher alles geklärt und dann gebaut hast?
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#6 Acid1981 (28.02.2014, 15:28)
Klar kotz einen das an wenn man viel Arbeit reinsteckt und dann wird alles dem Erdboden gleich gemacht, würde mich auch ankotzen, aber wie schon Warpspinne meint erst klären ob man das darf.
Der Eigentümer hätte euch auch alle verklagen können oder euch auf andere Weise zu Leid leben, ich rede von Nagelbrettern oder anderem was absolut miess ist.
Ich verstehe Euch wie auch den Besitzer, wie würdet ihr damit umgehen wenn sich bei euch einfach ne Gruppe Leute in der Wohnung einquartiert und erst nach einer Weile mit euch das Gespräch sucht und fragt ob das ok ist für euch???????????????????????????
Ich werde jetzt im Frühjahr mit einigen Landwirten in meiner Umgebung das Gespräch suchen und fragen ob sie mit einem Trail in ihren Wälder einverstanden sind.
Ich bin in die Schweiz gezogen und ich weiss genau dass so ziemlich jeder Schweizer in ländlicher Gegend eine Waffe besitzt und das ist mir der Spass nicht wert.
Sucht euch ne geile Lokation sprecht mit dem Eigentümer über eure Pläne, und wer weiss vielleicht kann er euch beim Bau sogar unterstützen denn Landbesitzer haben immer schweres Gerät zur verfügung.
MFG
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#7 Muellbeutel (28.02.2014, 16:01)
Der Vergleich zur Wohnung ist an Schwachsinn nurnoch schwer zu überbieten.
Ich wünsche dir dennoch viel Erfolg fürs deine legale Strecke. Vielleicht magst du in einem Jahr uns über deine erfolgreiche Suche berichten und lehren.

So schlau reden tuen irgendwie immer nur die, die noch nicht den bürokratischen Käse legaler Strecken miterleben durften...
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#8 Acid1981 (28.02.2014, 16:21)
Ich muss keinen Bürokratischen Käse erleben denn ich geh auf die Besitzer selber zu.
Ich habe schon ne Lokation gefunden.
Gut dann anstatt Wohnung nehmen wir einen eurer Trails wie würdet ihr das finden wenn sich eine Gruppe Fahrender (Zigeuner) direkt darauf sich ein Lager einrichten würden.
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#9 Muellbeutel (28.02.2014, 17:07)
Schön wäre es nicht, aber im Wald gilt ja das freie Betretungsrecht. Das hat mit illegalem/legalen Trailbau auch nichts zutun.. Das Waldgesetzt braucht keine Vergleiche.
Der Bürokratische Käse beginnt mit der gefunden Location erst... Versicherung, Verein, Umweltamt... Vielleicht ist es in der Schweiz auch einfacher, vielleicht liegt einiges auch am deutschen Spießbürgertum.

Wenn du eine eigene Strecke auf Privatem Gelände baue darfst, ist das noch längst nicht mit einer öffentlichen Strecke zu vergleichen, auf der am Wochenende 100Leute legal runter dübeln wollen.
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#10 Acid1981 (28.02.2014, 19:21)
Das Spiessbürgertum ist sicher mit unter ein Grund für einige Hürden in Deutschland und auch ein Grund warum ich gegangen bin.
Wir haben aber auch hier in der Schweiz welche die gegen Bikes im Wald sind aber sich an den Zerstörungen der Forstgeräte nicht stören obwohl die Jahre brauchen bis sie weg sind.
Ich wollte vorhin nur sagen man muss sich nicht wundern wenn der Eigentümer einen Schlussstrich zieht, kann hier aber auch passieren.
Das Problem in Deutschland finde ich ist dass wenn Du Land oder Wald besitzt gehört es immernoch irgendwie dem Staat oder er mischt sich immer mit ein, aber warum?

Mir soll mal so ein Umweltfutzi erklären wie ich mit einem Bike der Natur schaden kann, die haben doch nen Knall.

Wie ist das mit der Versicherung muss man die extra abschliessen falls sichjemand verletzt oder ist die für die Schäden die ein Trail verursacht.
Wenn man sieht wie es jetzt aussieht dann war es mit dem Trail sicher viel schöner.
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#11 Muellbeutel (01.03.2014, 02:35)
Wer sich in deutschem Wald verletzt, darf den Eigentümer verklagen. Waldbesitzer sind also voll haftbar. Legale Strecke hieß für uns daher erstmal eine Versicherung zu finden (Geht nur mit Verein und Vereinsgelände = Pacht) die im Fall der Fälle zahlt. Normal übernimmt die Krankenkasse des geschädigten die Kosten, aber wenn die können schieben die auch gerne die Haftung an andere (Grundstückseigentümer).
Deswegen ist hier nur die Erlaubnis vom Besitzer nicht genug. Und die alte normale Grundstücksversicherung macht irgendwann nichtmehr mit.
Das ist auch alles wieder unterschiedlich ob privat und Eingezäunt oder öffentlich.


Umweltfutzis... Die meisten Wälder sind irgendwie Landschaftschutz oder Naturparks oder ähnliches. Bestimmungen inwieweit Bauten errichtet werden dürfen, wie sie aussehen dürfen, Kartografierung. Wie durften den Kompletten Trail (im Deister) nochmal neu gestalten

Problematisch wirds einfach, wenn mehr als 5 Leute, bzw Leute die du nicht kennst, dort fahren werden. dann reichen gegenseitiges Vertrauen und mündliche Absprachen nimmer aus. Schien ja wohl an der Schleife auch ein Problem gewesen zu sein.
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#12 Focusbiker87 (01.03.2014, 03:06)
schade drum ich selber überlege schon ein stück Wald bei uns zu packten bzw kaufen sowas soll möglich sein laut förster und dann kann ich sowas zulassen was ich nicht verstehe das was der da gemacht hast is ja nun keine aktion die sinn hatte so wie der müll an bäumen,ästen da rummliegt
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#13 Acid1981 (01.03.2014, 09:28)
Ist ja wie in den USA mittlerweile in Deutschland.
Dann besser mit dem Eigentümer sprechen dass er es erlaubt und das Schild "Privater Trail befahren auf eigene Gefahr" aufhängen, kann ja nicht sein dass einer stürzt und dann den Eigentümer dafür haftbar machen will.
Wer stürzt ist selber schuld.
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#14 Focusbiker87 (01.03.2014, 12:37)
ja Gut aber auch nur Wenn das Schild da steht sonst bist angreifbar
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#15 Acid1981 (01.03.2014, 12:44)
Ja dann ist doch klar, paar Euros in den Pott werfen und paar Schilder machen die Genau sagen wie das auf dem Trail zu laufen hat.

Und kleiner Tipp, Kreuzschrauben verwenden bei der Schild montage und dann das Kreuz mit einem Bohrer ausbohren, so kann keiner das Schild klauen.

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25.01.2014, 14:04
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