Kona Stinky 05 GoldenerGott 3
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Foto 55

Kona Stinky 05 GoldenerGott 3 im Album Bike der Woche [Vorschläge]

Kona Stinky 2005 by GoldenerGott
Dieses Bike konkurriert nicht mit den anderen 99% der Bikes, die hier zur Wahl gestellt werden. Es ist vielmehr ein Gegenentwurf zu „leichter – teurer – schöner – neuer“. Es beweist, dass auch ein altes Bike modern sein kann. Und das Besondere an diesem Bike ist seine Wandlungsfähigkeit. Der Umbau vom Endurobike mit „fast“ moderner Geometrie zum kompromisslosen Freerider dauert ca. 30 Minuten.
Geboren wurde die Idee zu diesem Projekt durch den Blick auf Lackabplatzer an den Kettenstreben meines die letzten zwei Jahre favorisierten Fusion Raid von 2004. Dieses machte im ersten Jahr unangenehm durch einen Rahmenbruch auf sich aufmerksam. Das Stinky schien unzerstörbar und vor allem preiswert, meine Freunde fuhren sowieso nur noch Freeride und nur zusehen war langweilig. Ich fand 2006 glücklicherweise einen gebrauchten Stinky-Rahmen und fuhr damit bis zum Herbst 2010 fast nur noch und ausschließlich Freeride. Nach einer längeren Verletzungspause und einer anschließenden Neuausrichtung fuhr ich wieder mehr Fusion auf Enduro-Touren und das Stinky nur noch selten, wenn es mal ausnahmsweise nach Beerfelden oder Lac Blanc ging. Ich mag im Park einfach die 200 mm der 888 und die knapp 180 mm am Heck. Das gibt Sicherheit. Für Touren in der Pfalz waren mir die 130 mm am Fusion zu wenig, das Stinky aber zu schwer. Meine Freunde verkleinerten auf Canyon Torque und Santa Cruz Nomad. Mir fehlte das Geld für ein neues Bike. Deshalb untersuchte ich die Geometrieveränderungen am Raid, wenn ich eine 160 mm Gabel einbaue. Da zeigte sich, dass die Sitzposition nur minimal zurück versetzt ist gegenüber einem Nomad. Ich baute eine Durolux ein und war lange sehr zufrieden. Ich wollte das Stinky schon fast verkaufen. Der Federweg am Heck des Fusion war aber auf Grund des neuen Rahmens und offensichtlich veränderter Drehpunkte nur noch 117 mm groß, was auf ruppigen Trails etwas einbremste. Als ich die Lackabplatzer am Fusion sah, verglich ich auch die Geo des Stinky mit vielen aktuellen Bikes und stellte erstaunt viele Prallelen fest. Die Story des Umbaus findet sich hier:
http://www.mtb-news.de/forum/showthread.php?t=615242
An diesem Bike ist nichts, was nicht in jahrelangem Einsatz gezeigt hat, dass es sein Geld wert war.
Gewicht ist relativ. Die meisten fahren wohl Größe M. Ich brauche L bis XL. Bei diesem Stinky sogar XXL, mit 420 mm Sattelstütze.
Einige werden sich bei der Länge der Kettenstreben an ein 29’er erinnert fühlen. Heute gilt kurz als chic. Dies muss man aber relativieren. Im Freeridesetup sind mir diese Kettenstreben auch zu lang. Ich habe diesen Hinterbau jahrelang für die langen Kettenstreben gescholten. Bobby Root referierte mir mal 3 Minuten über die Vorteile von diesem langen Hinterbau. Danach durfte er dann auch auf dem Oberrohr unterschreiben. Mit dem kürzeren Dämpfer und dem dadurch abgesenkten Tretlager fällt mir der lange Hinterbau nicht mehr unangenehm auf. Das Bike lässt sich trotzdem gut auf’s Hinterrad ziehen, läuft aber trotz nur 144 mm Federweg noch hervorragend bergab. Ein weiterer Vorteil ist die voll versenkbare Sattelstütze und das Sitzrohr ohne Offset. Da bleibt der Sattel, egal in welcher Position, immer da, wo man ihn haben will.
Mit diesem Aufbau habe ich mir bewiesen, dass ich nicht zwingend auf ein neues Bike angewiesen bin, weil mein altes immer noch sehr gut funktioniert und mich kein modernes Bike vermissen lässt.

Aufbau – Kona Stinky 2005 von „GoldenerGott“
Rahmen: Kona Stinky 2005; Größe XXL
Dämpfer: Fox Float RP23, 144 mm (oder Fox DHX 3.0, 178 mm)
Gabel: Suntour Durolux TAD 160 SF11 (oder Marzocchi 888 RC2X 2006, 200 mm)
Steuersatz: Cane Creek 40
Schaltwerk: Shimano XT 9-fach 2008
Schalthebel: Shimano XT 9-fach 2004
Bremsen: Avid Code Modell 2011, vorne 203 mm, hinten 180 mm
Kurbeln: Shimano XT 9-fach 2004
Pedale: DMR Vault
Tretlager: Shimano XT 2004
Lenker: Spank Spike EVO 777, auf 755 mm gekürzt
Vorbau: Pro, 50 mm
Sattelstütze: Thomson Elite Set Back, 27,2 mm mit Adapter auf 30,0 mm
Sattel: SQLab 611, 150mm
Vorderradnabe: NS Bikes, 20 mm Steckachse (oder Magura FR 2006)
Hinterradnabe: DT Swiss 340, 10 x 135 (oder DT Cerrit)
Speichen: DT Swiss Competition 2,0/1,8/2,0
Felgen: Mavic XM 317 Disc (oder vorne Mavic EN321 Disc und hinten Mavic EX 729 Disc)
Kette: Shimano HG93
Kassette: Shimano XT 11-34
Reifen: SCHWALBE Muddy Mary 2,35, Maxxis Ardent 2,4 (oder Continental Baron 2,3)

Gewicht: 15,7 kg in Enduro Setup und 17,6 kg in Freeride Setup

Geometrie:
Freeride Setup Enduro Setup
Lenkwinkel 65° Lenkwinkel 66°
Sitzwinkel 72° Sitzwinkel 73,5°
Tretlagerhöhe ~ 378 mm/+30 mm Tretlagerhöhe 360 mm/+12 mm
Reach ~421 mm Reach 422 mm
Stack ~603 mm Stack 602 mm
Kettenstrebenlänge 449 mm Kettenstrebenlänge 449 mm
Federweg hinten (bei 63 mm Hub) 178 mm Federweg hinten (bei 51 mm Hub) 144 mm

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Foto-Infos

GoldenerGott
07.06.2013, 23:13
05.06.2013, 17:15
1194
0
Bike der Woche [Vorschläge]
Canon IXUS 1000HS
1/30 s ƒ/3.4 6.3 mm ISO 400

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